WARNUNG!
Das Kapitel, das sie nun lesen werden, offenbart ein entscheidendes Geheimnis ihres Lebens. Sie sollten es sehr aufmerksam und vollständig lesen, denn es befasst sich mit einem Thema, das geeignet ist, Ihre Weltsicht fundamental zu verändern. Das Thema diese Kapitels ist keine Ansichtssache, eine andere Herangehensweise oder ein traditionelles philosophisches Denken: Es ist eine Tatsache, die jeder, ob gläubig oder ungläubig, zugeben muss und die heute auch von der Wissenschaft bewiesen ist.
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Es ist offensichtlich, dass die Schöpfung, die sich überall im Universum offenbart, kein Produkt des Universums selbst sein kann. Das Sonnensystem, die Pflanzen, die Menschen, die Bakterien, die roten Blutkörperchen oder die Schmetterlinge, haben sich nicht selbst erschaffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass all diese Dinge zufälligerweise entstanden sind, ist nicht gegeben, wie auf den vorangegangenen Seiten erklärt wurde.
In diesem Zusammenhang können wir folgendes schließen: Alles, was wir mit unseren Augen sehen, wurde erschaffen von einem Schöpfer, einer überlegenen Kraft, die sich und ihre Eigenschaften in allem Erschaffenen reflektiert.
An diesem Punkt scheiden sich diejenigen, die die Existenz Allahs leugnen, von den Gläubigen, denn sie haben sich zur Bedingung gemacht, nicht an die Existenz Allahs zu glauben, solange sie Allah nicht mit ihren Augen wahrnehmen können. Dabei werden sie aber gezwungen, die Tatsache der Schöpfung zu ignorieren und zu behaupten, dass das Universum und die Lebewesen nicht erschaffen worden sind. Darum verlegen sie sich aufs Lügen. Die Evolutionstheorie ist das wesentliche Beispiel dieser Lügen.
Leider folgen diesen Ungläubigen viele Menschen, die eigentlich die Existenz Allahs gar nicht leugnen, doch deren Glaube an Ihn verfälscht ist. Diese Menschen, die die Mehrheit der Gesellschaft bilden, verleugnen nicht die Schöpfung, doch sie haben eine abergläubische Vorstellung davon, wo Allah sich befindet. Die meisten Menschen denken, dass Allah im Himmel sei. In ihrem Unterbewusstsein denken sie, dass Allah hinter einem sehr entfernten Planeten weile und in seltenen Fällen in die weltlichen Angelegenheiten eingreife, oder Er greift ihrer Meinung nach gar nicht ein; er habe das Universum erschaffen und dann verlassen, die Menschen hätten ihr Schicksal selbst in der Hand…
Manche Menschen haben schon gehört, dass im Quran mitgeteilt wird, dass Allah überall ist, aber sie können diese Tatsache nicht genau begreifen. Der abergläubische Gedanke in ihrem Unterbewusstsein ist, dass Allah alles so ähnlich wie Radiowellen oder wie ein unsichtbares, unfühlbares Gas umfasst.
Dabei beruhen diese und die eingangs erklärten Gedanken, die es nicht vermögen, zu erklären, wo Allah sich befindet (und vielleicht deshalb dazu verleiten, Ihn zu leugnen), auf ein und demselben Fehler: Sie machen sich ein Vorurteil zu eigen, das jeder Basis entbehrt und verfallen dann in falsche Mutmaßungen über Allah.
Worum handelt es sich bei diesem Vorurteil?
Dieses Vorurteil steht in Verbindung mit dem Wesen und der Eigenschaft der Materie. Wir haben in unserem Unterbewusstsein akzeptiert, dass die Materie existiert, ohne dass wir je hinterfragt hätten, ob das wirklich so ist, oder ob sie nur ein Schatten ist. Die moderne Wissenschaft hingegen hat eine sehr wichtige und eindrucksvolle Tatsache aufgedeckt. Auf den folgenden Seiten werden wir versuchen, diese Wirklichkeit zu erklären, auf die der Quran die Menschen aufmerksam macht.
Die Welt der Elektrischen Signale
Alle Informationen, die wir über die Welt besitzen, werden uns über unsere fünf Sinne übermittelt. Das heißt, wir kennen eine Welt, die unser Auge sieht, unsere Hand berührt, unsere Nase riecht, unsere Zunge schmeckt und unser Ohr hört. Da wir von Geburt an von diesen Sinnen abhängig sind, haben wir nie darüber nachgedacht, dass die Außenwelt anders sein könnte, als die Welt, die wir durch unsere Sinne erfahren.
Dabei haben interdisziplinäre Forschungen inzwischen ein neues, anderes Verständnis der Außenwelt enthüllt und ernste Zweifel über unsere Wahrnehmungen und über die Welt begründet.
Der Ausgangspunkt dieses neuen Verständnisses: Was wir als die Außenwelt betrachten, sind nur die Auswirkungen, die elektrische Signale in unserem Gehirn verursachen. Die Farbe des Apfels, die Härte des Holzes, ja sogar Mutter, Vater, die Familie, das Vermögen, das Haus, der Beruf und auch die Zeilen dieses Buches bestehen einzig und allein aus elektrischen Signalen.
Frederick Vester erklärt dies so:
Es gibt einige Denker, die behaupten, dass alles, was erlebt wird, vorläufig und irreführend ist. “Der Mensch ist ein Traumbild” und “Dieses Universum ist ein Schatten.” Solche Aussagen erscheinen heutzutage wissenschaftlich nachweisbar.1Der Philosoph George Berkely sagt zu dieser erstaunlichen Tatsache folgendes:
Wir glauben an das Bestehen der Gegenstände, gerade weil wir sie sehen und berühren und weil sie uns durch unsere Wahrnehmungen mitgeteilt werden. Jedoch sind unsere Wahrnehmungen nur Ideen in unserem Gehirn. Gegenstände also, die uns durch Wahrnehmungen erreichen, sind nichts anderes als Ideen; und diese Ideen befinden sich nirgendwo anders als in unserem Gehirn… Wenn sie alle nur dort existieren, bedeutet das, dass wir uns irren, wenn wir uns das Universum und alle anderen Objekte als Wesenheiten außerhalb unseres Gehirns in der Phantasie vorstellen…2Wie Sehen, Hören und Schmecken Wir?
Das Sehen funktioniert schrittweise. Beim Sehvorgang fallen Lichtstrahlen, die von einem Objekt kommen, durch die Augenlinse, durch die sie gebrochen werden. Sie treffen dann seitenverkehrt auf die Retina an der Hinterseite des Auges. Die Sehreize, die hier von den Zellen in elektrische Signale umgewandelt werden, erreichen das Sehzentrum an der Rückseite des Gehirns. Diese elektrischen Signale werden hier nach einigen Umwandlungen als ein Bild wahrgenommen.Demnach findet der Vorgang des Sehens tatsächlich in einem kleinen Areal im hinteren Teil des Gehirns statt, der vollständig vom Licht isoliert und daher völlig dunkel ist.
Betrachten wir dies noch einmal näher. Wenn wir sagen “Wir sehen”, sehen wir tatsächlich den Effekt, den die optischen Reize, die unser Auge erreichen, in unserem Gehirn verursachen. Das heißt: Wenn wir sagen “Wir sehen”, betrachten wir eigentlich die elektrischen Signale in unserem Gehirn.
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